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Vom Einkaufswagen mit Handy bis zum Rollstuhl mit Schneeketten

Das größte deutsche Existenzgründer-Planspiel, der Deutsche Gründerpreis für Schüler ( DGPS ), geht in die nächste Runde. Bei der lokalen Auftaktveranstaltung in der Mindener Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse freute sich Sparkassendirektor Volker Böttcher über eine erneut sehr gute Beteiligung. Bei der Begrüßung hob er besonders hervor, dass auch eine Reihe von „Wiederholungstätern“ erneut am Start sind. „Das zeigt“, so Böttcher, „dass der DGPS auch Spaß macht und den Teilnehmern Dinge und Abläufe aufgezeigt, die sie ansonsten in der Schulzeit noch nicht mit auf den Weg bekommen“. Die 32 Teams ( 127 Schüler ) kommen aus Minden ( Besselgymnasium, Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Kurt-Tucholsky-Gesamtschule ), aus Hille ( Verbundschule ) und aus Lübbecke ( Wittekind-Gymnasium).

Die aus drei bis sechs Schülern bestehenden Teams starten mit einer eigenen Produkt- oder Geschäftsidee. Im Verlauf des Planspiels, das bis Mai 2012 dauert, analysieren die Teams dann ihren Absatzmarkt. Außerdem gehören Marketing, Finanzplanung, Produktkalkulation und Unternehmensorganisation zu den Aufgaben. Am Ende steht ein richtiger Geschäftsplan, der von einer Jury bewertet wird.

Je ein Lehrer und ein Unternehmer stehen den „Jungunternehmern“ im laufenden Wettbewerb mit Rat und Tat zur Seite. Auf diese Weise knüpfen die Schülerteams Kontakt zur realen Geschäftswelt. Die diesjährigen Geschäftsideen reichen von der Entwicklung eines Einkaufswagens mit Navi und Warenscanner über die Entwicklung teiltransparenter Solarzellen und die Verringerung der Rückversandquote beim Kleidungskauf bis hin zum Rollstuhl mit Schneeketten. Aber auch mit einer App u.a. zur Umsetzung der Gebärdensprache und Zuggleisen, die Strom erzeugen, gehen die Teams an den Start.

Heinrich Wiese, Leiter des Firmenkundensekretariates der Sparkasse Minden-Lübbecke, informierte über Hintergründe des DGPS. Er machte deutlich, dass der Benefit für die Teilnehmer nicht nur in Geldpreisen besteht, sondern dass sie hinterher besser beurteilen können, in welche Richtung sie beruflich gehen wollen. Außerdem sind die Siegerurkunden, die alle Teilnehmer, die durchhalten, auf der lokalen Siegerehrung bekommen, sehr hilfreich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Spielbetreuer Frank Rehorst erklärte anschließend den Spielablauf. Er wies darauf hin, dass die Sparkasse zu allen Aufgaben Workshop anbietet, die auch bei externen Spezialisten stattfinden. Volker Böttcher freut sich schon auf die lokale Siegerehrung am 12. Juni. Dann haben die Teams die Gelegenheit, ihre inzwischen vollständig entwickelte Idee einem großen Publikum zu präsentieren.